Bildung und EDV

Vorträge und Präsentationen

Dezember 24th, 2011 by Lee

Viele Menschen sind in der heutigen Zeit hin und wieder dazu angehalten, einen Vortrag zu halten oder eine Präsentation durchzuführen. Auch wenn mancher dieser Aufgabe zunächst bestenfalls mit gemischten Gefühlen und einem spürbaren Herzklopfen entgegensieht, hat sich durchaus bereits der ein oder andere öffentliche Auftritt im Nachhinein als sehr gelungen herausgestellt. Was aber gilt es zu beherzigen, damit ein Vortrag oder eine Präsentation zur Zufriedenheit aller Beteiligten gut über die Bühne gehen?

1. Die innere Einstellung

Niemand muss mit dem Ego eines Spitzenpolitikers behaftet sein, um im Konferenzraum eine Darbietung abzuliefern, die den gestellten Anforderungen in jeder Hinsicht vollauf genügt. Zum einen werden auch die Damen und Herren aus der ersten Reihe der Berliner Riege nicht mit jenen Entertainment-Qualitäten geboren, zum anderen – und dies ist von noch größerer Bedeutung – gibt es im Rahmen eines Vortrages oder einer Präsentation eine grundlegend andere Ausgangssituation. Es steht dort nämlich keineswegs im Vordergrund, medienwirksame Bilder zu generieren oder einen politischen Gegner mit Argumenten oder rhetorischen Seifenblasen in Grund und Boden zu reden. Vielmehr darf man getrost davon ausgehen, dass alle Zuhörer und Zuschauer ein reales Interesse an den Ausführungen hegen, die man macht und dass sie sich insofern den Erfolg des Redners selbst herbeiwünschen. Für die innere Einstellung kann es kleine Wunder bewirken, wenn man sich immer wieder verdeutlicht, dass man also gerade nicht zu einer Ansammlung von missgünstigen Gegnern spricht, sondern dass einem grundsätzlich wohlgesonnene Menschen gegenübersitzen. Davon abgesehen ist es sehr ratsam, innere Aufregung zu akzeptieren und zu bejahen, sie genau anzuschauen und auch anzunehmen; wer dagegen kämpft, sie wegschiebt und abwürgen möchte, verdrängt einen Teil von sich selbst.

2. Der technische Rahmen eines Vortrages oder einer Präsentation

Im Regelfall wird es von allen Seiten als angenehm empfunden, wenn die verbalen Ausführungen in visueller Hinsicht unterstrichen und sozusagen partiell festgehalten werden. Dafür eignet sich die Verwendung von einem Projektor ideal. Mit seiner Hilfe lassen sich nicht zuletzt zentrale Schlagwörter an die Wand werfen und verfestigen sich dadurch in den Köpfen der Zuhörer signifikant länger. Ebenso steigt die Wahrscheinlichkeit, dass allemal zentrale Aussagen des Vortrages sogar den mühsamen und doch so bedeutenden Weg ins Langzeitgedächtnis finden. Großer Bedacht ist indes darauf zu legen, dass der Projektor nicht mit unzähligen Informationen überfrachtet wird und damit letztlich zur Präsentation eines ganzen Buches wird. Denn wenn die Anzahl der projizierten Stichworte und Satzteile ein gesundes Maß überschreitet, kann sich die Zuhörerschaft nur noch mühsam auf den verbalen Teil des Vortrags bzw. der Präsentation konzentrieren und neigt eher dazu, die umfangreiche Textmasse an der Wand zu verfolgen und zu entziffern. Nur die wenigen Glücklichen, die tatsächlich Zuhören und dabei gleichzeitig Lesen können, werden dem eigentlichen Vortrag dann noch beiwohnen können. In diesem Zusammenhang besteht im Übrigen ein recht weit verbreitetes Missverständnis hinsichtlich des Materials, das durch den Projektor präsentiert werden soll. Es liegt darin, dass – wenn schon die Masse des Textes überschaubar gehalten werden muss – durchaus möglichst viele bunte Farben, Formen und Symbole auf den Folien oder in der Computerdatei auftauchen müssen. Dadurch soll der Vortrag „lebhaft“ gestaltet werden; problematisch ist aber, dass zumeist ein gegenteiliger Effekt eintritt. Wer mit diversen Icons überfrachtet wird, neigt ebenso wie bei einer ausufernden Menge schwarzer Buchstaben dazu, dem Vortrag weniger zu folgen. Davon abgesehen kann es etwas unprofessionell wirken, eine sachliche, nüchterne Thematik krampfhaft mit allerlei Schnörkel vitalisieren zu wollen. Daher empfiehlt sich um Zweifel die vorherige Nachfrage, „wie bunt“ die Präsentation denn gestaltet werden darf.

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